Tag der Frau

Ein fröhliches Treffen nur für Frauen

An der Wand im neuen Pfarrheimsaal leuchtete groß das Erkennungszeichen der FU: Eine junge Frau, die durch die gespreizten Finger - das Victory-Zeichen – blickt, und an drei langen Tischreihen fast hundert Frauen jeden Alters: Die Frauen-Union Laberweinting hatte zu einem „Tag der Frau“ eingeladen und viele kamen und feierten mit. „Ich bin gern mit Frauen zusammen, und präsentiere mich auch gern als Frau, ohne eine Emanze zu sein“, meinte FU-Vorsitzende Elisabeth Huber und organisierte zusammen mit ihrem Vorstandsteam am Internationalen Frauentag ein fröhliches Frauentreffen im festlich geschmückten Pfarrheimsaal. Bis aus Pfelling waren Frauen gekommen zum Plaudern und zu Gedankenaustausch, zum Sich-Verwöhnen- und Unterhalten-lassen, darunter auch zahlreiche FU-Abordnungen aus den Nachbargemeinden. Mit ihrem Buffet aus köstlichen, selbstgebackenen Kuchen, Küchln und Torten hatten sich die Frauen selbst übertroffen und luden zu einer Kuchenschlacht ein.



Dann folgte ein umfangreiches Programm. Inge Schneider und Monika Walter von der Vorstandschaft erinnerten mit Bild und Text an die Gründung des FU-Ortsverbandes im Mai 1996 mit zunächst 15 Frauen und Rosamunde Huber als erster Vorsitzender. Da sie kein „Verein nur auf dem Papier“ sein wollten, wurden die Frauen schnell aktiv: Sie besichtigten Betriebe und machten Bildungsexkursionen unter anderem in die Landeshauptstadt München, sie beteiligten sich regelmäßig mit einem Stand am Laberweintinger Kathrinmarkt und spendeten den Erlös für gute Zwecke. Eine Brillenaktion für die Mission wurde gestartet und Kaffee und Kuchen für das Spielplatzfest im Ort gespendet. Auch an den Neujahrsempfängen der CSU leistete die FU ihren Beitrag und bewirtete die prominenten Gastredner. Nach den Neuwahlen vor zwei Jahren wurde FU-Kreisvorsitzende Elisabeth Huber zur neuen Ortsvorsitzenden gewählt. Auch unter ihrer Führung blieb die FU aktiv: Man nahm an der Radltour von MdB-Ernst Hinsken teil, stiftete für die Pfarrheimrenovierung 500 Euro und startete einen Hinterglas-Malkurs, der ein großer Erfolg wurde. Das Malen wurde mit einem Malkurs in Acryl fortgesetzt und farbenprächtige Kunstwerke entstanden. Einige der Bilder waren am Frauentag ausgestellt. Am großen FU-Frauenfrühstück der Geiselhöringer FU nahmen auch die Laberweintinger Frauen teil und fassten den Entschluss, den Internationalen Frauentag in diesem Jahr mit einem „Tag für Frauen“ zu begehen. Heute hat die FU-Laberweinting 18 Mitglieder, neue Frauen sind willkommen, meinte Inge Schneider.



Elisabeth Huber erinnerte an die Ursprünge des Internationalen Frauentags von 1910 und Clara Zetkin, die die sozialistische Frauenbewegung in Deutschland aufbaute und für die Gleichberechtigung der Frau eintrat. Während der Nazizeit von 1933 bis 1945 ging die Bewegung des Frauentages zurück und wurde erst 1975 wiederbelebt, als die UNO den 8. März zum Internationalen Frauentag erklärte. Er wendet sich gegen Frauendiskriminierung und für mehr Bildung von Mädchen und Frauen. Der Frauentag 2007 steht unter dem Motto „Zwei Schritte vor – und keiner zurück!“
Neben all dem Historischen kam auch die Unterhaltung nicht zu kurz: Einige „Emanzen“ bewiesen in einem kleinen Sketch, dass sie durchaus modern sind und sich von keinem Mann die Butter vom Brot nehmen lassen. Dafür wurde der Damengruppe aus Pfelling mit Elke Häusler, Maria Fleischmann, Angela Grill und Anita Geiger viel Applaus gespendet. Für Heiterkeit sorgte Inge Schneider mit einem Gedicht über „die Sorgen der Weiberleit`, die im Leben immer „hintanstehen“ und nicht einmal eine anständige Beerdigung erhalten. Der „Kartoffelsalat-Stylistin“ Renate Sigl und allen Helferinnen wurde gedankt, und bevor die Brotzeit aufgetragen wurde, stellten sich zwei erfolgreiche „Powerfrauen“ vor: Heidi Buchner-Gandorfer, sie leitet einen Frauenchor, und Monika Walter, die ein Lohnsteuerbüro führt. Dann war auch Zeit, die Frühlingsgestecke von Elisabeth Martin, die Granitfiguren von Gisela Roider, die farbenprächtigen Bilder von Elisabeth Huber und Wachskunst zu betrachten.
Zum guten Schluss verschönte Friseurin Petra Arnold mit ihrem Team, begleitet von Kosmetikerin Margit Schmidt, einige Damen nach dem Motto „Machen Sie das Beste aus Ihrem Typ“.