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MdL Zellmeier: Zuschlag bei ländlicher Schulstruktur nötig
Die Frauen Union (FU) Laberweinting habe ein erfolgreiches Jahr absolviert, stellte Ortsvorsitzende Elisabeth Huber zu Beginn der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Zierer fest. Mit CSU und Junger Union habe man eine vertrauensvolle Zusammenarbeit gepflegt und gemeinsam interessante Veranstaltungen, wie den Neujahrsempfang, bestritten .Dies bestätigte der ausführliche Tätigkeitsbericht von Schriftführerin Inge Schneider. Die Aktivitäten der FU könne man als sehr gelungen bezeichnen, insbesondere die beiden Malkurse. Als herausragendes Ereignis nannte sie die Wahl von Elisabeth Huber zur neuen FU-Kreisvorsitzenden. Auch Schatzmeisterin Heidi Hinreiner konnte einen soliden Kassenstand vermelden. Die größte Ausgabe sei dabei die Spende der beiden Blumengefäße für das neue Pfarrheim in Laberweinting gewesen. CSU-Ortsvorsitzender und Landtagsabgeordneter Josef Zellmeier lobte die gute Arbeit und dankte allen Mitgliedern für ihr Engagement. Herzlich gratulierte er Elisabeth Huber zur Wahl als FU-Kreisvorsitzende. Dadurch habe sie eine Spitzenposition im Landkreis bekommen und zudem sei der CSU-Ortsverband jetzt automatisch mit einem weiteren Mitglied im CSU-Kreisvorstand vertreten.
Als wichtiges Thema auf Kreis- und Gemeindeebene bezeichnete Zellmeier die Bildungspolitik. Hier habe es viele Veränderungen gegeben, die von Lehrern, Eltern und Kindern, erst einmal verinnerlicht werden müssten. Der Anteil des Bildungsetats am Gesamthaushalt sei in den letzten Jahren stets überdurchschnittlich gestiegen. Von 1999 bis 2004 habe man bei sechs Prozent Steigerung des Gesamtetats 19 Prozent mehr für Bildung ausgegeben. Auch im Doppelhaushalt 2005/2006 sei die Zuwachsrate doppelt so hoch wie der allgemeine Anstieg. Dennoch reiche das Geld für Schule und Hochschule immer noch nicht aus. Bei riesigen Steuerausfällen, die vom Bund zu verantworten seien, gebe es aber momentan nur geringe Spielräume. Denn der Landtag könne zwar die Ausgabeseite direkt steuern, aber kaum die Einnahmen. Dennoch sei es nicht hinnehmbar, dass in zwei Grundschulen des Landkreises neben regulären Klassen noch jahrgangskombinierte gebildet werden. Dies führe zu starker Verunsicherung der betroffenen Eltern von Laberweinting und Steinach. Denn jahrgangskombinierte Klassen habe es bisher nur dort gegeben, wo sonst eine Schulschließung gedroht hätte.
Das Problem des Lehrermangels bestehe aber nur in sehr ländlich strukturierten Schulamtsbezirken mit vielen kleinen Schulen und kleinen Klassen, erläuterte Zellmeier. Das vor einiger Zeit eingeführte und rein nach Schülern ausgerichtete Lehrerbudget werde dieser Sondersituation nicht gerecht. Deshalb habe er gemeinsam mit Kollegen Herbert Ettengruber und Landrat Alfred Reisinger bereits im vergangenen Schuljahr einen Strukturzuschlag für den ländlichen Raum beim Kultusminister eingefordert. Das Argument der Gleichbehandlung aller Schulamtsbezirke und die knappe Finanzdecke hätten allerdings zur Ablehnung geführt. Zellmeier betonte, dass er an der Seite der Eltern von Laberweinting und Steinach stehe und weiterhin einen Zuschlag für nötig halte. Auch die Mitglieder der Frauen Union, die bereits mehrfach auf die Situation angesprochen wurden, zeigten sich solidarisch. Elisabeth Huber erklärte, dass man sich an der Unterschriftenaktion beteiligen und damit die Meinung der FU im Kultusministerium kundtun wolle. Einig war man sich darin, dass es schnellstmöglich zu Veränderungen auf Bundesebene kommen müsse. Denn die Finanznot der Länder werde nur behoben, wenn die Wirtschaft sich erholen könne. Rot-Grün habe sich an der Zukunft der jungen Generation versündigt und Deutschland zum Schlusslicht in der EU gemacht.
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